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Das
Parkinsonsche Gesetz


Neben dem Paredo-Prinzip ist das Parkinsonsche Gesetz der zweite Grundsatz für ein effektiveres Arbeiten und eine optimalere Nutzung der Zeit.

Viele Arbeitnehmer vertrödeln ihre Zeit mit Nebensächlichem; das ist nicht immer ihre Schuld. Mit Ausnahme von Leistungen auf Provisionsbasis besteht häufig kein Anreiz, die Zeit sinnvoller zu nutzen. Man hat sich international darauf geeinigt, von etwa 8.00 oder 9.00 Uhr morgen bis circa 16.00 oder 17.00 Uhr die Zeit irgendwie zu füllen. Da soviel Zeit zur Verfügung steht, wird sie eben auch vergeudet.

Das ist zwar verständlich, aber dennoch eine schlechte Angewohnheit.
Und überhaupt nicht produktiv!

Woher kommt es, dass das Heer de arbeitenden Menschen überall auf der genau acht Stunden am Tag für die Arbeit braucht?
Wer hat diesen Unsinn eigentlich erfunden?

Wenn uns acht Stunden zur Verfügung stehen, brauchen wir auch acht Stunden.
Wenn uns fünfzehn Stunden zur Verfügung stünden, würden wir fünfzehn Stunden brauchen.

Das Parkinsonsche Gesetz besagt, dass uns eine Aufgabe umso wichtiger erscheint, je mehr Zeit uns dafür zur Verfügung steht.

Wenn Sie Aufträge zu vergeben haben, sollten Sie deshalb immer einen Abgabetermin vorgeben (auch wenn es "nicht dringend" ist). Das zwingt die ausführende Person dazu, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren und nicht herumzutrödeln.

In meiner Nachbarschaft haben einige pensionierte Deutsche und Engländer Ferienhäuser. Einige dieser Leute kommen für sechs Wochen im Sommer und erzählen, was sie diesmal alles erledigen werden:
Das Haus streichen, eine neue Tür einbauen, das Bad fliesen, eine Außendusche ...

Die sechs Wochen gehen vorbei, und es ist nichts dergleichen geschehen.

Wie können wir diese Erkenntnis praktisch nutzen?

Wir haben zwei Möglichkeiten, unsere Produktvität zu erhöhen:

Wir beschränken uns auf das Wichtigste und sorgen auf diese Weise für kürzere Arbeitszeiten (die 80/20-Regel).



Wir verkürzen die Arbeitszeiten, um die einzelnen Arbeiten auf das Wichtige zu begrenzen (das Parkinsonsche Gesetz).


Am besten ist eine Kombination dieser beiden Ansätze:

Finden Sie die wenigen Aufgaben heraus, die für Ihren Erfolg entscheidend sind und die am meisten zu Ihrer Einkommenssteigerung beitragen und legen Sie hierfür kurze und klar festgelegte Zeiten fest

Solange Sie nicht wissen, welche Einzelaufgaben die erfolgsentscheidenden sind und solange Sie diese nicht in knapp definierten Zeiträumen erledigen, laufen Sie Gefahr, zu viel Zeit mit Nebensächlichem zu vergeuden. Dann wird das Unwichtige wichtig.

Aber selbst dann, wenn Sie bereits wissen, worauf es ankommt, bringt Sie das noch nicht weiter, solange Sie sich keine klaren Termine setzen. Die unwichtigen Augaben, die an Sie herangetragen werden (oder gar vom Vorgesetzten als "Beschäftigungstherapie" ausgedacht werden) wachsen sich zum Zeitfresser aus, bis dann die nächste unwichtige Angelegenheit kommt, die ebenfalls wieder Monsterausmaße annimmt. Dann haben Sie zwar den ganzen Tag "geschufftet", aber nichts erreicht.

Das Paredo-Prinzip und das Parkinsonsche Gesetz sind zwei Eckpfeiler für eine produktive Arbeitszeitgestaltung. Überlegen Sie immer wieder, ob das, was Sie gerade machen, eine positive Auswirkung haben wird - oder nicht einfach nur Zeittotschlagen ist.

Ihr Steffen Mackowiak




 



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