Die richtige Perspektive.
Warum ist sie so wichtig?

Der gesamte Fortschritt eines Menschen lässt sich an einem Kontinuum darstellen - das Fehlen von Erfolgen im unteren Bereich und das Vorhandensein von Erfolgen im oberen Bereich.
Die meisten von uns werden sich wohl irgendwo im Mittelbereich aufhalten; manchmal geht es vorwärts, manchmal auch zurück.

Dennoch kann ein Kontinuum eine irreführende Perspektive für das Geschäftsleben bieten. Werfen Sie einen Blick auf folgendes Beispiel:

Nehmen wir an, dass Sie gerade neu in ein Geschäft einsteigen. Als finanzielles Ziel haben Sie sich 50.000 Euro pro Jahr gesetzt. Sie fangen unten an und das Kontinuum misst Ihren Fortschritt wie ein Thermometer. Monat für Monat kommen Sie ihrem Ziel näher.
Nach neun Monaten haben Sie 10.000 Euro erreicht, also wesentlich weniger als erhofft.
Es bleiben Ihnen noch drei Monate, um das Wunschziel von 50.000 Euro zu erreichen.

Wie fühlen Sie sich dann?

Wahrscheinlich etwas niedergeschlagen. Ihre Tatkraft und Motivation haben einen schweren Schlag erlitten. Vermutlich halten Sie es für ausgeschlossen, in den verbleibendenden
drei Monaten noch 40.000 Euro verdienen zu können.

Viele geben an dieser Stelle auf!

Dennoch bewegen Sie sich geradewegs auf Ihr Ziel zu! Wenn Sie weitermachen, werden Sie innerhalb der nächsten drei Monate Ihre 50.000 Euro verdienen!

Was ist an dieser Perspektive falsch?
Warum führt sie uns in die Irre?

Sie haben bisher mehr gelernt als je zuvor. An Ihrer bisherigen Leistung liegt es also nicht. Es liegt ...

an Ihrer falschen Perspektive!

Warum?

Was fehlt ...

In dem obigen Kontinuum fehlt etwas.
Was soll uns dieses Kontinuum über unsere Entwicklung sagen?

Zweierlei:

etwas über Geld (Bisherige Umsatzzahlen für das aufgelaufene Jahr) und
etwas über Zeit (Startzeitpunkt, Zwölf-Monats-Ziel und Zwischenetappen).

Woher wussten Sie, dass es sich um zwölf Monate handelte?
Woher wussten Sie, dass sich die 10.000 Euro auf neun Monate bezogen?

Darüber sagt uns das Kontinuum überhaupt nichts. Es zeigt uns nur den finanziellen Aspekt auf.

Was fehlte, war die Zeit.

Wir können sehen, wie wir in Bezug auf unsere Umsatzzahlen stehen, aber wir brauchen auch die zeitliche Komponente. Das Kontinuum zeigt uns das Wo, aber nicht das Wann.

Das bisherige Kontinuum ist zu eindimensional; es gibt uns nicht genügend Informationen, auf
deren Basis wir fundierte geschäftliche Entscheidungen treffen können.

Und da uns faktisches Wissen fehlt, übernehmen die Emotionen das Ruder. Die Folge: Wir fühlen uns niedergeschlagen, deprimiert und kurz davor, das Handtuch zu werfen.

Wir brauchen also eine zusätzliche Dimension: Die Zeit.

Übertragen wir diese Informationen nun in einen zweidimensionalen Kontext und verwenden wir dazu eine Grafik:

Jetzt stehen uns bereits wesentlich mehr Informationen zur Verfügung.
Zum einen sehen wir, dass das Kontinuum, das unserer Meinung nach unseren Fortschritt darstellte, lediglich eine vertikale Achse war. Unsere tatsächliche Entwicklung wird von einer Exponentialkurve dargestellt, die der Realität wesentlich näher kommt.

Mit den 10.000 Euro in neun Monaten bewegen wir uns durchaus im Rahmen unseres
Zieles von 50.000 Euro/Jahr.

Was hat sich verändert?

Einzig und allein unsere Perspektive.
Wir betrachten denselben Sachverhalt jetzt aus einem anderen Blickwinkel.

Warum eine Exponentialkurve?

Alle menschlichen Fortschritte werden durch Exponentialkurven dargestellt: Lernkurven, Wachstumkurven, Genesungsverläufe ...

Mit der Zeit wird es immer besser.

Was geschieht, wenn wir dafür sorgen, dass unsere Kunden immer zufrieden sind?

Es gibt Untersuchungen, welche besagen, dass aus einem zufriedenen Kunden im Laufe der Zeit sieben neue Kunden werden. Wenn diese sieben Kunden ebenfalls zufrieden sind, erhalten wir
insgesamt 49 zufriedene Kunden. Die Exponentialkurve sieht dann folgendermaßen aus:

1 7 49 343 2.401 16.807

Wenn Sie dazu noch Ihre Direktkunden rechnen, fällt das Ergebnis sogar noch besser aus.

Als "Hochrechnung" für Ihre künftige geschäftliche Entwicklung ist eine Exponentialkurve wesentlich aussagekräftiger als ein Kontinuum.

Sie tun dann das Richtige aus den richtigen Gründen!
Ihr Steffen Mackowiak