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Spam kann auch manchmal nützlich sein!


"Spam", das ist alles, was unverlangt zugemailt wird -
so zumindest ist die gängige Meinung.

Aber ...

das ist nur eine Seite der Medaille.

Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass unverlangt zugesandte E-Mails höchst willkommen sind.
Genauso wie es im umgekehrten Fall möglich ist, dass angeforderte E-Mails oder Informationen unwillkommen sind.

Ein Beispiel:

Vor einigen Monaten erhielt ich immer wieder Mails über Gartengeräte, darunter auch Rasenmäher. Unverlangt.
Vielleicht habe ich diese Mails auch früher schon bekommen, ohne dass sie mir aufgefallen sind - jedenfalls habe ich mir irgendwann eine Heckenschere und einen kleinen Rasenmäher bestellt.

Die Mails kamen auch danach noch. Ich markierte sie als "Spam" und sehe sie seitdem nicht mehr.

Andererseits hatte ich mich zu einem Newsletter über Kapitalanlagen angemeldet und fand die Informationen nicht mehr hilfreich. Dazu störte mich die Anrede ("Liebe Mitglieder und Mitgliederinnen" - meiner Ansicht nach kann man ein Neutrumwort nicht in eine weibliche Form bringen).

Der Betreiber bot keine Abmeldemöglichkeit auf seinem Newsletter, also schrieb ich ihn an. Er verschanzte sich hinter seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und hielt mir einen Vortrag darüber, dass "Frauen jeden Respekt verdient hätten" - als ob es darum ginge!

Dies waren also ursprünglich verlangte E-Mails, aber ich empfand sie als Spam - und markierte sie dann als solche. (Vermutlich kommen sie immer noch in meinem Spam-Ordner an).

Der springende Punkt ist also nicht, ob die E-Mails erwünscht wurden oder unverlangt kamen, sondern, ob die Information hilfreich ist.

Was ist nun Spam genau?

Die Rechtslage ist eindeutig.
Es ist ebenfalls eindeutig, dass eine Abmeldemögichkeit geboten sein muss.

(Ich selbst verwende für das Aussenden den Anbieter Flatrate Newsletter,
der automatisch am Schluss einen Abmeldelink einfügt).



Doch neben der rechtlichen Seite gibt es noch weitere Faktoren.

Sie sollten bei Ihren Aussendungen auf folgende Punkte achten:

1. Themenrelevanz
Was Sie in Ihren E-Mails schreiben, muss für die Empfängerin/den Empfänger relevant sein.

Es muss sich um nützliche und - nach Möglichkeit - um umsetzbare Informationen handeln.

Und natürlich müssen Sie mit Ihrem Thema zu tun haben.
(Wenn sich jemand für gesunde Ernährung interessiert, brauchen Sie ihm nichts über Golf zu erzählen).

2. Glaubwürdigkeit und Vertrauen

Im Laufe Ihrer E-Mail-Serie bauen Sie eine zwischenmenschliche Beziehung zu Ihren Adressaten auf.
Wenn wir zusammen kegeln gehen und ich Ihnen etwas über die Wirkung von Heilmagneten in Verbindung mit hochwertigen Modeschmuck erzähle, sind Sie vielleicht geneigt, es selbst auszuprobieren. Vieleicht denken Sie auch an die  bösen Kaffe-Fahrten, wo Ihnen irgendwelche Magnet-Decken angedreht wurden.Doch wenn ich wildfremden Leuten vorschwärme, dass sie damit Alterskrankheiten vermeiden können, sind sie wahrscheinlich sehr skeptisch.

3. Regelmäßigkeit

Es gibt die unterschiedlichsten Ansichten hierzu.
Manche senden jeden Tag ein Mail.
Andere einmal die Woche oder alle zwei Wochen einmal.

Es ist auch ziemlich wahrscheinlich, dass sich bei jeder neuen Aussendung wieder einige Leute aus Ihrer Liste abmelden.

Wichtig ist jedoch die Regelmäßigkeit.

Wenn Sie nur alle heilige Zeiten mal etwas von sich hören lassen, dürfte das Interesse der Leute rasch nachlassen.

Wie in der "normalen Welt" auch, müssen Beziehungen gepflegt werden.
Zumindest bedeuetet dies, dass Sie eine Anmeldung sofort bestätigen (was ein Autoresponder erledigt).

In jedem Fall müssen Ihre Informationen für Ihre Zielgruppe relevant sein. Ich wiederhole dies, weil es darauf wirklich nachhaltig ankommt!

Sobald die Leserin Ihr E-Mail als "Themaverfehlung" und "uninteressant" einstuft, sieht sie als Spam - auch wenn sie sich irgendwann einmal angemeldet hat.

Ihr Steffen Mackowiak



 


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