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Wieso ist Networkmarketing
so umstritten? Ein heisses Eisen?


Networkmarketing (Empfehlungsmarketing, Strukturvertrieb) ist ein heißes Eisen. Es lässt fast niemanden kalt.

Auf der einen Seite findet man glühende Verfechter.
Auf der anderen Seite Leute, die den Networker meiden wie einen Leprakranken.

Woher kommt das?

Liegt es an der pyramidenförmigen Struktur?

Das kann es eigentlich nicht sein - immerhin ist beinahe jede große Vertriebsorganisation (und auch andere System) so aufgebaut:
Verkäufer und Vertreter erhalten Provisionen und Verkaufsleiter erhalten obendrauf Prämien und Boni.
Verkaufsdirektoren erhalten sogar noch mehr und der Vizepräsident erhält wieder mehr als die vorgenannten Personengruppen.

Und keiner stört sich daran!

Oder liegt es vielleicht daran, dass man eine Eintrittsgebühr zu entrichten hat?

Doch auch das kann der Grund nicht sein.
Es handelt sich um eine Abart eines Franchisesystems und bei Franchisesystemen sind Eintritts- oder laufende Gebühren gang und gäbe - und bei weitem höher als beim Empfehlungsmarketing!

Oder ist Empfehlungsmarketing vielleicht nicht rechtmäßig?

Sicherlich gibt es Unternehmen, die sich am Rande der Legalität tummeln oder sich gar nichts um die Rechtmäßigkeit scheren. Solche Firmen haben meist überhaupt kein Produkt oder keine Leistung zu bieten und funktionieren nach dem Motto: Den letzten beißen die Hunde.

Doch auf das Gros der Networkunternehmen trifft dies sicherlich nicht zu.

Wir haben es hier also mit einem Wahrnehmungsproblem zu tun.

Nur - mit welchem?

An den einzelnen schwarzen Schafen kann es doch nicht liegen!

Das wahre Problem im Empfehlungsmarketing ist nicht das Vertriebsmodell als solches. Denn letztendlich ist Empfehlungsmarketing weder eine Branche (viele Branchen verwenden dieses Modell) und auch kein Geschäft - es ist eine Absatzform, eine Art "Mikro-Franchising".

Zu den Vorteilen gehören, dass die Eintritts- und laufenden Kosten sehr überschaubar sind und das ein enormes hohes Einkommenspotenzial gegeben ist.

Und ja - es gibt durchaus Leute, die fantastische Summen damit verdienen!

Aber eben diese genannten Faktoren sind es auch, die gewisse Leute anziehen, welche im Grunde für diesen Vertriebsweg nicht geeignet sind oder denen die Voraussetzungen für ein selbständiges Arbeiten fehlen.

Die Vorteile des Empfehlungsmarketing wirken zum Beispiel auf folgende Personengruppen anziehend:

- Leute, die sich kein laufendes Marketingbudget leisten können

- Leute ohne Vertriebs- oder geschäftliche Erfahrung

- Leute, die fürs Nichtstun bezahlt werden wollen

- Leute mit einer Angestelltenmentalität, die nicht unternehmerisch denken können

- Unzufriedene Zeitgenossen ohne Ausdauer

- Leute, die unrealistische Vorstellungen haben

- Leute, die nicht in sich und ihre Tätigkeit investieren wollen ...

Leute, die in eine der obigen oder ähliche Gruppen fallen, scheint es mehr zu geben als man für wahr halten möchte. Natürlich gibt es auch abertausende seriöse und vernünftige Networkerinnen und Networker, aber leider kann ein einziger "schräger Vogel" mehr kaputt machen als zehn andere wieder wettmachen können.

Das Ergebnis:

- Diese Leute preisen ihre Geschäftsidee marktschreierisch an

- sie bringen ihre Geschäftsgelegenheit bei jeder unpassenden Gelegenheit zur Sprache

- sie konzentieren sich vor allem auf die Anwerbung neuer Partner und vernachlässigen ihre bisherigen Kunden

- sie nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau, wenn es um die wahren Sachverhalte ihrer Tätigkeit geht ...

Wie bereits gesagt, gilt dies keineswegs in Bausch und Bogen für sämtliche Networker, aber der Ruf der seriösen Partner wird durch die unseriösen leider arg lädiert.

Und so entstehen rasch Vorurteile.

Sicherlich ist es überzogen, aufgrund einiger Ausnahmeerscheinungen eine gesamte Sparte in Verruf zu bringen, doch das menschliche Verhalten scheint nun mal so zu sein.

Die Lösung:

Was ist die Lösung für dieses Dilemma?

Für alles gibt es ein erstes Mal. Und Empfehlungsmarketing ist für viele Menschen eine hervorragende Gelegenheit, mit einer selbständigen Tätigkeit auf Tuchfühlung zu gehen und den ersten Verkauf zu tätigen.

Der Networker ist selbständiger Gewerbetreibender.

Wenn er diese Tätigkeit als Hobby betrachtet, wird auch das Ergebnis dementsprechend ausfallen. Er/sie muss es als eine selbständige (wenngleich häufig Nebenerwerbs-)Tätigkeit sehen und sich so verhalten!

Das bringt notwendigerweise mit sich, dass sich der Networker die entsprechende geistige Einstellung, das Wissen und die Fertigkeiten aneignen muss, die er für diese Tätigkeit braucht.

Der Networker, der zeigt, dass er weiß, wovon er redet, wird auch ernst genommen.

Ihr Steffen Mackowiak




 


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